Darf ich AliExpress-Produkte in Deutschland verkaufen?
Kurz: Ja, grundsätzlich schon. Aber wer Ware aus China an Kunden in Deutschland verkauft, übernimmt rechtlich oft Pflichten, die sonst ein Hersteller oder Importeur hat. Diese Punkte solltest du vor dem ersten Verkauf klären:
1. Produktsicherheit (GPSR)
Herstellerangaben, EU-verantwortliche Person, Produktidentifikation und deutsche Warnhinweise müssen im Angebot stehen. Details: /de/gpsr-dropshipping
2. Verpackung (LUCID)
Wer verpackte Ware an Privatkunden in Deutschland verschickt, muss sich vorher im Verpackungsregister LUCID registrieren und an einem dualen System beteiligen. Marktplätze prüfen die Registrierung.
3. Elektrogeräte (WEEE / ElektroG)
Alles mit Stecker, Akku oder USB-Ladekabel ist in der Regel ein Elektrogerät. Dafür brauchst du eine Registrierung bei der stiftung ear (WEEE-Nummer) – vor dem Verkauf.
4. Batterien
Enthält das Produkt eine Batterie oder einen Akku – auch fest eingebaut –, ist ebenfalls eine Registrierung bei der stiftung ear nötig.
5. CE-Kennzeichnung
Für bestimmte Produktgruppen ist CE Pflicht, z. B. Elektrogeräte, Funkgeräte (Bluetooth, WLAN), Spielzeug und Schutzausrüstung. Lass dir die EU-Konformitätserklärung vom Lieferanten geben.
6. Besonders schwierige Produkte
Spielzeug, Kosmetik, Medizinprodukte und Schutzausrüstung haben strenge Zusatzpflichten (z. B. Prüfberichte, Sicherheitsbewertung, Meldungen). Für Einsteiger meist nicht zu empfehlen.
7. Zoll, Steuern und Marken
Seit Juli 2021 fällt bei Importen in die EU Einfuhrumsatzsteuer ab dem ersten Euro an. Und: Finger weg von Markenkopien – Plagiate können teure Abmahnungen auslösen.
Schneller Check pro Produkt
Der EU-Verkaufs-Check von ViralSpyAI zeigt dir für jedes Trend-Produkt eine Ampel: 🟢 nur Grundpflichten, 🟡 Zusatzunterlagen nötig, 🔴 für Einsteiger nicht empfohlen. → /de/eu-verkaufs-check